Schlagwort-Archive: Schriftsteller

Nicht nur in »Felix Guttmann« setzte sich Peter Härtling literarisch mit der deutschen Vergangenheit auseinander

Bei der Büchergilde Gutenberg erscheinende Bücher sind häufig viel mehr als einfach nur Bücher, oft sind es wahre kleine bibliophile Kostbarkeiten. Sind es dann auch noch literarische herausragende Titel wie Peter Härtlings Roman »Felix Guttmann«, macht es doppelt Spaß, sich in sie zu vertiefen.

Sicherlich trug auch die sehr gelungene typographische Gestaltung dazu bei, dass mich »Felix Guttmann« damals wie heute so begeistert. Daraus darf jedoch nicht geschlossen werden, »Felix Guttmann« bedürfe dieser gestalterischen Aufwertung. Im Gegenteil: Er hat sie verdient. Zugegeben sei allerdings, dass dies auch andere Romane Härtlings verdient hätten.

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Gelungene Satiren: Benito Wogatzkis „Das Narrenfell“ und „Fleur“

Benito Wogatzki gehörte in der DDR zu den populärsten Schriftstellern. Kurz nach seinem Tod am 25. Juli 2016 hatte ich in einem Nachruf auf diesem Blog an ihn und seine Romane »Romanze mit Amélie«, »Ein goldener Schweif am Horizont von Thumbach« und »Flieh mit dem Löwen« erinnert.

Nicht lange danach bekam ich seine Romane »Das Narrenfell« und »Fleur« geschenkt. Beide Bücher wollte ich ebenfalls auf dem Sprachrand vorstellen. Doch dann wurde der Blogbeitrag länger und länger – zu lang für den Sprachrandblog. Und so findet er sich jetzt als Zweiteiler auf den Buchentdeckungen. Im Mittelpunkt des ersten Teils steht sein Roman »Das Narrenfell«, im zweiten der Roman »Fleur«.

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Bald zwei Jahrzehnte wurde in Moskau um ein Denkmal für Michail Bulgakow gestritten

Moskau bekommt endlich ein Bulgakow-Denkmal. Oder genauer gesagt: sein erstes, das jederzeit öffentlich zugänglich ist. Das erste Denkmal überhaupt steht im Bulgakow-Museum in der Bolschaja Sadowaja ulica 10, wo Michail Bulgakow von 1921 bis 1924 mit seiner ersten Frau Tatjana Nikolajewna Lappa gelebt hat. Das neue dagegen an der Bolschaja Pirogowskaja ulica neben dem Haus, in dem Bulgakow ab 1924 mit seiner zweiten Frau Ljubow Jewgenjewna Beloserskaja gelebt hat.

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Mit Hermann Kant nach der neuen Gesellschaft gefragt

Es muss im Herbst 1969 gewesen sein, als ich mir für die Deutsch-Abiturprüfung ein Thema suchen musste, in dem ich schwerpunktmäßig mündlich geprüft werden wollte. Meine Suche dauerte nicht lange, dann hatte ich mein Thema gefunden: »Der 13. August in der deutschen Literatur am Beispiel von Hermann Kants ›Die Aula‹ und Christa Wolfs ›Der geteilte Himmel‹«.

So gerne und viel auch an unserer Schule von der Freiheit im Westen und der Unfreiheit im Osten gesprochen wurde, meinem Lehrer schwante sofort, dass dieses Thema bei der Westberliner Schulbürokratie nicht durchgehen würde. Da müsse schon ein Gegenpol her, zum Beispiel Uwe Johnsons »Mutmaßungen über Jakob«, schlug er vor. Und so hieß mein Prüfungsthema nun: »Der 13. August in der deutschen Literatur am Beispiel von Hermann Kants ›Die Aula‹, Christa Wolfs ›Der geteilte Himmel‹ und Uwe Johnsons ›Mutmaßungen über Jakob‹«.

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Wortwitz, hintergründiger Humor und Ironie bestimmten das literarische Schaffen von Benito Wogatzki

Ich bin selbst überrascht. Gleich drei Bücher von Benito Wogatzki stehen in meinem Bücherschrank: »Romanze mit Amélie«, »Ein goldener Schweif am Horizont von Thumbach« und »Flieh mit dem Löwen«.

»Romanze mit Amélie« ist mir heute noch so lebendig wie damals, als ich es Ende der 1970er Jahre gelesen habe. Dass mir dieser Roman derart in der Erinnerung geblieben ist, liegt gleichermaßen am Thema wie am Schreibstil von Wogatzki.

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