Schlagwort-Archive: Roman

Nicht nur in »Felix Guttmann« setzte sich Peter Härtling literarisch mit der deutschen Vergangenheit auseinander

Bei der Büchergilde Gutenberg erscheinende Bücher sind häufig viel mehr als einfach nur Bücher, oft sind es wahre kleine bibliophile Kostbarkeiten. Sind es dann auch noch literarische herausragende Titel wie Peter Härtlings Roman »Felix Guttmann«, macht es doppelt Spaß, sich in sie zu vertiefen.

Sicherlich trug auch die sehr gelungene typographische Gestaltung dazu bei, dass mich »Felix Guttmann« damals wie heute so begeistert. Daraus darf jedoch nicht geschlossen werden, »Felix Guttmann« bedürfe dieser gestalterischen Aufwertung. Im Gegenteil: Er hat sie verdient. Zugegeben sei allerdings, dass dies auch andere Romane Härtlings verdient hätten.

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Saphia Azzeddine lässt ihren Helden in »Mein Vater ist Putzfrau« nach Worten und Frauen suchen

Eines muss ich Saphia Azzeddine bescheinigen: Ihren Roman »Mein Vater ist Putzfrau« zu lesen, bereitet viel Vergnügen. Im Mittelpunkt steht der vierzehnjährige Paul, genannt Polo. Er lebt in einer der Pariser Banlieues, ist weiß, hässlich und arm. Seine Mutter sitzt im Rollstuhl, die Schwester hangelt sich durch die Betten und träumt von einer Karriere als Schönheitskönigin und sein Vater verdingt sich als Reinigungskraft, um der Familie ein leidliches Auskommen zu sichern.

Nach der Schule greift Paul ihm oft unter die Arme. Er poliert, putzt, scheuert und saugt Staub, damit »wir früher nach Hause kommen. Und auch, weil er mein Vater ist«.

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»Ronar – Drei Ähren«: ein glanzvoller Abschluss der Fantasy-Trilogie von Anke Höhl-Kayser

Ich sollte häufiger die Festplatte meines Computers aufräumen. Wäre nicht der Speicherplatz knapp geworden, hätte ich es wohl auf die lange Bank geschoben, doch so war nach langer Zeit wieder einmal eine Aufräumaktion fällig. Und das war gut so, denn so bin ich auch auf die angefangene, aber nicht vollendete Rezension des dritten, abschließenden Bandes der Ronar-Trilogie von Anke Höhl-Kayser gestoßen.

Erschienen ist »Ronar – Drei Ähren« bereits 2012. Mit ihm hat die 2009 begonnene Fantasy-Trilogie um Ronar, den jungen Elthen, ihren Abschluss. So wie »Ronar« und »Ronar – Zwei Welten« habe ich auch diesen Band gerne gelesen, obwohl Fantasy sonst selten mein Interesse weckt. Aber Anke Höhl-Kayser und ihr Ronar ist es gelungen, mich wider Erwarten doch mitzureißen.

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Erasmus Schöfers Romantetralogie »Die Kinder des Sisyfos« jetzt auch in einer Hörbuchfassung

Da hatte der ehemalige Leiter des Kölner Literaturhauses Thomas Böhm in der Tat eine geniale Idee, als er vorschlug, Erasmus Schöfer solle seine Romantetralogie »Die Kinder des Sisyfos« für den Dittrich-Verlag einlesen. Die Aufgabe, vor der sich Schöfer gestellt sah, kann allerdings nur als gigantisch bezeichnet werden, zählt seine Romantetralogie doch fast 2100 Seiten und feiert er in diesem Jahr bereits seinen 84. Geburtstag.

Das Ergebnis kann sich jedoch hören lassen. Am 26. Januar 2015 wurde das erste Kapitel online gestellt und seitdem folgt nahezu täglich ein weiteres. Obwohl ich sonst kein großer Freund von Lesungen bin, Schöfer höre ich gerne zu. Er hat eine ausgesprochen angenehme Art, vorzulesen.

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Erasmus Schöfers »Winterdämmerung« und die Frage nach der Zukunft

»Winterdämmerung« hat Erasmus Schöfer den vierten und abschließenden Band seiner Romantetralogie »Die Kinder des Sisyfos« überschrieben. Die Aufbruchstimmung des ersten Bandes »Ein Frühling irrer Hoffnung«, das Aufbegehren gegen den Vietnamkrieg, gegen die Notstandsgesetze, gegen die Springerpresse ist längst Vergangenheit, ebenso der Widerstand gegen die geplante Bleichemiefabrik im elsässischen Marckolsheim und eines Atomkraftwerks im badischen Wyhl, die im zweiten Band »Zwielicht« im Mittelpunkt stehen.


Foto: Heinz W. Pahlke

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