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Schlagwort-Archive: Krieg
Gauck wandet sich in Schafskleider und beklagt die Glückssucht der Deutschen
»Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen,« warnte Jesu seine Anhänger in der Bergpredigt – vergeblich, wie wir heute wissen. Die falschen Propheten wussten sich häufig allzu gut in den Schaffellen zu verhüllen. So übermäßig wie die Schaffelle allerdings über die Jahrtausende strapaziert wurden, sind sie längst so räudig und löcherig geworden, dass sie ihre Träger immer schwerer zu verbergen vermögen.
Diese Gedanken kamen mir, als ich Joachim Gaucks Ausfall gegen »unsere glückssüchtige Gesellschaft« las, den er sich bei seiner Antrittsrede vor der Bundeswehr leistete:
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Verschlagwortet mit Bundespräsident, Bundeswehr, Frieden, Glückssucht, Joachim Gauck, Krieg, Sprache
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Im Radio wird lieber von Militärschlägen statt Krieg gesprochen
Im RBB Inforadio macht man sich Gedanken, ob Israel möglicherweise gegen Iran einen …, nein, nicht Krieg, sondern »Militärschlag« starten könnte. Von Krieg spricht man im öffentlich-rechtlichen Rundfunk höchst ungern. Das klingt vermutlich zu martialisch. Und dürfte ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk allzu deutlich seine Kriegsbegeisterung erkennen lassen, wo doch in Artikel 26 des Grundgesetzes alle Handlungen verboten sind, die »geeignet sind […] das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten«?
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Wulffs »Stahlgewitter« ist weit mehr als ein sprachlicher Lapsus
Bundespräsident Christian Wulff scheint sich als Held zu fühlen. Oder warum sonst sieht er sich in einem »Stahlgewitter«? Oder sollte er tatsächlich noch nie von Ernst Jüngers Kriegstagebuch »In Stahlgewittern« gehört haben?
In seinem Erstlingsroman schildert Jünger seine Erlebnisse im ersten Weltkrieg aus der Perspektive eines Kriegsfreiwilligen. Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren wurde Jünger allerdings trotz der Grausamkeit des Krieges nicht zu einem Kriegsgegner, sondern heroisierte den Krieg sogar noch als unabwendbares Naturereignis und das wahre Leben. In den zwanziger Jahren verschärfte er seine Aussage und fügte als neuen Schlusssatz an: »Wenn auch von außen Gewalt und von innen Barbarei sich in finsteren Wolken zusammenballen, – solange noch im Dunkel die Klingen blitzen und flammen, soll es heißen: Deutschland lebt und Deutschland soll nicht untergehen!«
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Schriftsteller werben für den Krieg
Glaubte man den Medien, dann unterstützte ein großer Teil der deutschen Schriftsteller den Krieg gegen Libyen. Ganz so viele sind es zwar nicht, aber mit Ralph Giordano, Peter Schneider und Hans Christoph Buch haben sich immerhin drei prominente Autoren gefunden, die in das Kriegsgeschrei des Westens einfallen.
Dass zu ihnen Ralph Giordano gehört, überrascht vermutlich nur wenige. Schließlich ist er immer dabei, wenn es gegen den Islam geht. Nun ist Libyen zwar nicht das Land, das in Deutschland typischerweise mit dem Islam gleichgesetzt wird, aber was den westlich orientierten Jemen und Bahrein recht ist, darf dem antiwestlichen Libyen noch lange nicht recht sein.
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Was ist schon ein Plagiat gegen einen Krieg?
Was einer Helene Hegemann recht war, muss einem Freiherr zu Guttenberg erst recht billig sein. Er ist schließlich nicht ein x-beliebiger Dilletant, sondern von altem Adel und Volkes Liebling. Konnte für Hegemann nur jugendliche Unbefangenheit und modische Nonkonformität zur Entschuldigung angeführt werden, kann sich Guttenberg gleich auf Deutschland berufen. Er sei schließlich zu Höherem berufen, als sich mit irgendwelchen gekennzeichneten oder nicht gekennzeichneten Zitaten abzugeben. Deutschland führt Krieg und Kriege haben große Männer – oder solche, die dafür gehalten werden – schon immer gefordert.
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Verschlagwortet mit Afghanistan, Karl-Theodor zu Guttenberg, Krieg, Plagiat
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