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Kopiergeschützte E-Books können den Lesern jederzeit wieder entzogen werden

Dass die Norwegerin Linn wieder Zugriff auf ihr Amazon-Konto und ihre bei Amazon gekauften E-Books hat, ist natürlich erfreulich. Trotzdem gibt es keinen Grund, sogleich wieder zur gewohnten Tagesordnung überzugehen. Im Gegenteil sollte dieser Fall Anlass zu grundsätzlichen Überlegungen sein.

Wer ein gedrucktes Buch kauft, braucht sich keine Gedanken zu machen, ob er es morgen, übermorgen oder in dreißig Jahren noch lesen kann. Wer dagegen ein digitales Buch kauft, muss sich diese Gedanken machen, wenn er keine böse Überraschung erleben will. Dass zukünftige Lesegeräte eventuell alte E-Books nicht mehr öffnen können, ist nur ein Problem. Hiergegen könnte ein rechtzeitiges Umwandeln der E-Books ist neue Formate helfen.

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»E-Books sind kopiergeschützt« – behauptet jedenfalls die WISO-Redaktion

»Die Technik funktioniert solide«, resümierte der WISO-Tipp »E-Books« des ZDF – der Beitrag war es nicht.

Auch wenn viele Verlage es gerne so hätten: Die in der Sendung aufgestellte Behauptung, »E-Books sind kopiergeschützt, können nicht einfach so weiterverliehen werden weitergereicht werden«, ist mehr der Phantasie der Redaktion entsprungen als dass sie die Wirklichkeit wiedergibt.

Dabei hob die Sendung selbst hervor, dass es viele Bücher kostenlos gibt, »etwa Klassiker, deren Urheberrechte abgelaufen sind.«

Was sonst noch an Informationen geboten wurde, war nicht falsch, aber doch äußerst dürftig. Im Vordergrund stand die Story um eine Lehrerin, die mit einigen Zahlen zum E-Book-Boom und einen wenigen praktischen Informationen für die Zuschauer garniert wurde.

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Ende des Microsoft Readers bestätigt Kritik der Kopierschutzgegner

Das Ende des Microsoft Readers war seit langem abzusehen. Als Microsoft im Jahr 2000 seine Software und den Prototypen eines Lesegerätes vorstellte, schien der Software-Riese sich ein weiteres zukunftsträchtiges Marktsegment sichern zu können. Da die erste Version noch keinen Kopierschutz beherrschte, schob Microsoft 2001 eine zweite Version nach. Das war es dann allerdings auch bereits.

2003 sprach Microsoft erstmals davon, dass die Entwicklung ruhe. Ernsthaft an eine Weiterentwicklung hat Microsoft aber wohl schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gedacht. Gab es für Office 2003 noch ein Add-on zur Erstellung von Ebooks im lit-Format, wurde seit Office 2004 von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt auf ein entsprechendes Add-on verzichtet.

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