Schlagwort-Archive: E-Books

Mit Formeln und Diagrammen tun sich E-Books noch immer schwer

Tagelang habe ich einst als Student und später als Autor in der Bibliothek gesessen und überlegt, welche Sätze und Absätze ich in der gerade im Entstehen begriffenen Arbeit vermutlich zitieren würde, um sie dann mühselig abzuschreiben. Und heute? Noch immer sitze ich mehr oder weniger regelmäßig in der Bibliothek, um mögliche Zitate herauszuschreiben – und das trotz des E-Book-Booms.

Würde ich nur aus belletristischen Werken zitieren, könnte ich hoffen, bequem per Copy and Paste kopieren zu können. Zumindest Werke, für die der Urheberschutz abgelaufen ist, liegen inzwischen häufig als nicht kopiergeschützte E-Books vor. Anders sieht es allerdings mit aktuelleren Werken aus, die es fast nur mit Kopierschutz gibt. Aber damit ließe sich leben, auch wenn die Abschreiberei nervig ist.

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Die Linke wirft Autorinnen und Autoren Willkür vor

»Gegenwärtig können Autoren, Verlage oder andere Rechteinhaberinnen und Rechteinhaber willkürlich entscheiden, ob und zu welchen Bedingungen sie Bibliotheken E-Books zur Verfügung stellen«, beklagt die Partei Die Linke in einem Entwurfs eines Antrags an die Bundesregierung, durch eine Reform des Urheberrechts die Verleihbarkeit digitaler Medien in öffentlichen Bibliotheken sicherzustellen.

Dass mir als Autor von der Linken Willkür vorgeworfen wird, wenn ich selbst über die Verbreitung meiner Bücher entscheiden möchte, beweist leider, dass manche in dieser Partei zwar gerne einen Reformsozialismus oder Demokratischen Sozialismus propagieren, tatsächlich aber das Gegenteil meinen und auf diese Weise die Ideen des Sozialismus weiter diskreditieren.

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»Da müssen wir uns entscheiden: Wollen wir kein DRM, dürfen wir Wiederverkauf nicht zulassen«

Wer E-Books kauft und sie aus dem Internet herunterlädt, darf diese nicht weiterverkaufen. Zu dieser Entscheidung ist jedenfalls das Hanseatische Oberlandesgerichts in einer Entscheidung vom 24. März 2015 gekommen, die jetzt veröffentlicht wurde.

Für den Börsenverein des deutschen Buchhandels und die Verlage ist das erwartungsgemäß ein Grund zum Jubeln. Ganz anders sehen es verständlicherweise viele Käufer und Leser von E-Books. Als Leser möchten sie möglichst billig an neue Lektüre kommen, als Käufer ihre E-Books genauso wie gedruckte Bücher später möglichst gewinnbringend wieder verkaufen können.

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Bin ich fortschrittlich, wenn ich lieber E-Books als gedruckte Bücher lese?

Ich lese lieber gedruckte Bücher als E-Books – also bin ich konservativ. Oder? Ich will partout nicht ins Auto steigen, um die fünfhundert Meter zum Bäcker zu fahren, sondern gehe stattdessen zu Fuß – also bin ich konservativ?

Die Mehrheit der Deutschen sei konservativ, weil sie weiterhin gedruckte Bücher bevorzuge, wird zumindest auch die jüngste Studie von Bitkom, dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, wieder einmal von vielen E-Book-Apologeten kommentiert.

Natürlich kann man es sich so einfach machen. Und dass es manche aus der Branche auf diese Weise vereinfachen, ist vielleicht auch verständlich: Wer auf das Geschäftsmodell E-Book setzt, kann vermutlich kaum anders, als alles als konservativ abzulehnen, was diesem Geschäftsmodell zuwiderläuft.

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Petition verlangt Anerkennung von E-Books als Kulturgut

»Der Bundestag möge beschließen, dass eBooks mit dem gleichen Mehrwertsteuersatz besteuert werden wie gedruckte Bücher, d.h. mit 7%«, heißt es kurz und bündig in der Online-Petition, die der E-Book-Händler Michael Altmann Anfang November beim Bundestag eingereicht hat. Seine Begründung: E-Books seien genauso wie gedruckte Bücher ein Kulturgut, das »allen Bevölkerungsschichten zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stehen sollte«.

Die meisten Bücherfreunde scheinen das allerdings anders zu sehen. Vier Wochen nach dem Start der Petition haben sich gerade einmal gut 2000 Mitzeichner für die Petition gefunden. 50.000 hätten es jedoch sein müssen, damit Michael Altmann sein Anliegen vor dem Petitionsausschuss hätte öffentlich erläutern können.

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