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Jüdisches Museum zeigt Erstausgaben von in der NS-Zeit verbotenen und verbrannten Büchern

In den 1970er Jahren begann George Warburg, der 1934 als Kind mit seinen Eltern Deutschland verlassen hatte, Erstausgaben von Büchern zu sammeln, die von den Nazis verbrannt und verboten worden waren. Im Laufe der Zeit trug er so mehr als 400 Bücher zusammen. 2012 schenkte George Warburg seine Sammlung schließlich dem Jüdischen Museum in Berlin. Eine Auswahl daraus ist noch bis zum 15. September 2013 in der Sonderausstellung »Bambi und die Relativitätstheorie« des Jüdischen Museums Berlin zu sehen.

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Erinnern an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren reicht nicht

Die Verfolgung Hunderter Autorinnen und Autoren sowie die öffentliche Vernichtung ihrer Werke seien Teil eines Zivilisationsbruchs gewesen, der bis heute in Kultur und Wissenschaft nachwirke, resümierte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert auf einer Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung. Und er forderte, aus der Geschichte Lehren zu ziehen.

In 22 deutschen Hochschulstädten verbrannten die Nazis am Abend des 10. Mai 1933 die Bücher von über 300 Schriftstellern, darunter die Werke von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Heinrich und Klaus Mann, Erich Maria Remarque, Heinrich Heine, Frank Wedekind, Carl Zuckmayer, Bertolt Brecht, Irmgard Keun, Egon Erwin Kisch, Joachim Ringelnatz und Lion Feuchtwanger. Alleine in Berlin flogen unter dem frenetischen Beifall von 70.000 Zuschauern mehr als 20.000 Bücher von 94 Autoren in die Flammen. Weitere Bücherverbrennungen folgten in den kommenden Wochen noch in mehr als 60 Städten.

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Mit der Verbrennung ihrer Bücher verbrannte vielfach auch die Erinnerung an ihre Autoren

Wer kennt heute noch Autoren wie Jakob Wassermann, Alexander Moritz Frey, Claire und Ivan Goll, Maria Leitner oder Armin T. Wegner? Und selbst Max Brod und Ernst Toller dürften den Wenigsten noch ein Begriff sein. Ihre Werke wurden von den Nazis verbrannt, sie selbst mussten aus Deutschland flüchten.

Ihnen und Anna Seghers, Irmgard Keun, Alfred Döblin, Klaus Mann, Heinrich Mann, Oskar Maria Graf, Joachim Ringelnatz, Egon Erwin Kisch, B. Traven, Erich Maria Remarque, Kurt Tucholsky, Stefan Zweig und Joseph Roth ist die Ausstellung »Verbrannte Bücher – Von den Nazis verfemte Schriftsteller« gewidmet, die noch bis Ende 2012 in Berlin im Ausstellungspavillon am Denkmal für die ermordeten Juden Europas zu sehen ist.

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