Schlagwort-Archive: Buchgestaltung

Berühmte Illustratoren ließen Bücher der Stunde null zu kleinen Kunstwerken werden

Sie sind auf schlechtem Papier gedruckt, die Einbände schmücken oftmals von Hand geschriebene Lettern und Zeichnungen und selbstverständlich sind sie weder lackiert noch cellophaniert: die Bücher der Stunde null, die im Atrium des Landratsamtes in Beeskow ausgestellt sind.

Trotzdem lohnt ein Blick in und auf die Bücher. Und das nicht nur, weil sie wichtige Zeugnisse des Neuanfangs nach 1945 darstellen. Vor allem sind es auch kleine Kunstwerke. Manches heute mit modernsten und im Überfluss vorhandenen technischen Möglichkeiten gesetzte Bücher könnten sich an der typographischen Gestaltung vieler dieser Bücher ein Vorbild nehmen.

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Die typographische Gestaltung eines Buches hört nicht mit dem Buchblock auf

»Das Cover ist das Aushängeschild meines Buches.« Welche Autorin und welcher Autor würde dies wohl ernsthaft bestreiten wollen? Ich habe bislang jedenfalls nur Autorinnen und Autoren kennengelernt, die von sich sagen, dass sie dem Cover große Aufmerksamkeit schenken würden.

Gerade deshalb überrascht es mich immer wieder, wie oft zwischen dem mit größter Sorgfalt erstellten Buchblock und dem Cover eine Diskrepanz besteht. Da wird im Buchblock auf einen sauberen Blocksatz mit Silbentrennung, auf typographische Anführungszeichen oder Guillemets, auf korrekte Gedankenstriche und Erstzeileneinzug geachtet, doch auf dem Cover?

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Hörenswertes Radiofeature im Deutschlandradio Kultur über Schrift und Buchgestaltung

»Das Auge liest mit – Über Schrift und Schriften« war ein sehr hörenswertes Radiofeature überschrieben, das Deutschlandradio Kultur am 27. Dezember 2014 ausstrahlte und derzeit noch auf der Website des Senders nachzuhören ist.

Judith Schalansky, die 2007 bis 2009 an der Fachhochschule Potsdam typographische Grundlagen unterrichtete und ihre Bücher selbst gestaltet, Friedrich Forssman, der unter anderem das typographisch anspruchsvolle Spätwerk von Arno Schmidt gestaltete und besonders mit der Gestaltung von »Zettel’s Traum« Aufsehen erregte, sowie Erik Spiekermann, der als Honorarprofessor an der Hochschule für Künste Bremen lehrt und für seine Schrift- und Designgestaltung vielfach ausgezeichnet wurde, gehen in dem Feature der Frage nach, was Schrift eigentlich ist und wie sie funktioniert.

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Die auf der artbook berlin 2014 gezeigten Bücher sind nicht immer unbedingt zum Lesen gedacht

1000 oder 2000 Euro für ein Buch? Spontan dürften die meisten an antiquarische Bücher wie der Erstausgabe von Thomas Manns »Der Tod in Venedig«, die kürzlich auf der bekannten Verkaufsplatzform für antiquarische Bücher Abebooks für rund 800 Euro angeboten wurde, an Franz Kafkas »Die Verwandlung«, die 4500 Euro kosten sollte, an die Erstausgabe von Bertholt Brechts »Baal«, für die knapp 2600 Euro gefordert wurden, oder an Friedrich Schillers »Die Räuber« für 1100 Euro denken.

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