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Erinnern an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren reicht nicht

Die Verfolgung Hunderter Autorinnen und Autoren sowie die öffentliche Vernichtung ihrer Werke seien Teil eines Zivilisationsbruchs gewesen, der bis heute in Kultur und Wissenschaft nachwirke, resümierte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert auf einer Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung. Und er forderte, aus der Geschichte Lehren zu ziehen.

In 22 deutschen Hochschulstädten verbrannten die Nazis am Abend des 10. Mai 1933 die Bücher von über 300 Schriftstellern, darunter die Werke von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Heinrich und Klaus Mann, Erich Maria Remarque, Heinrich Heine, Frank Wedekind, Carl Zuckmayer, Bertolt Brecht, Irmgard Keun, Egon Erwin Kisch, Joachim Ringelnatz und Lion Feuchtwanger. Alleine in Berlin flogen unter dem frenetischen Beifall von 70.000 Zuschauern mehr als 20.000 Bücher von 94 Autoren in die Flammen. Weitere Bücherverbrennungen folgten in den kommenden Wochen noch in mehr als 60 Städten.

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Für den 7823. Aufguss des erfolgreichen Vampir-Romans X braucht es bald keinen Menschen mehr

Journalisten müssten sich in Zukunft auf Roboter als Kollegen einstellen, resümiert der Wissenschaftsjournalist Hans-Arthur Marsiske auf journalist online, der Website des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). Doch nicht nur Journalisten werden sich zunehmend der Konkurrenz textender Computer erwehren müssen. Das Gleiche steht auch vielen Autoren bevor.

Noch setzen Computer vor allem mit vielen Daten unterfütterte und verhältnismäßig einfach strukturierte Informationen in allgemeinverständliche Texte um. Doch die Fähigkeiten entsprechender Computerprogramme wachsen rasant. Zugleich werden die Leser mit einer wachsenden Zahl an Texten zugeschüttet, die jede Individualität und Kreativität vermissen lässt.

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Über Autorinnen und Autoren, die keinen fehlerfreien Satz schreiben können

Was soll man von Autorinnen und Autoren halten, denen es in Mails und Forenbeiträgen nicht gelingt, auch nur einen einzigen fehlerfreien Satz zu schreiben? Können ihre Bücher tatsächlich besser sein?

Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass sie ihre Manuskripte vor dem Veröffentlichen Korrektur lesen und lektorieren lassen, aber für mich zeugen solche Mails und Forenbeiträge von einem wenig ausgeprägten Sprachgefühl. Bücher haben aber sehr viel mit Sprache zu tun.

Nicht selten beschleicht mich das Gefühl, dass viele dieser Autorinnen und Autoren sich darüber allerdings gar keine Gedanken machen, sondern denken: Hauptsache, ich habe etwas zu erzählen. Meine Leserinnen und Leser beherrschen die deutsche Sprache genauso schlecht oder sogar noch schlechter als ich. Fehler fallen denen also gar nicht auf.

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Wenn Autoren ihre eigenen Bücher rezensieren und fremde Bücher verreißen …

Dass Buchautoren auch schon mal Rezensionen für ihre Bücher selber schreiben und die Bücher von Kollegen verreißen, ist nicht neu, auch wenn ein aktueller Bericht im Buchreport leicht diesen Eindruck erwecken könnte. Tatsächlich handelt es sich dabei keineswegs um eine unübliche Praxis. Bloß dass mit John Locke, R. J. Ellory und Stephen Leather jetzt gleich drei Autoren und zudem nicht gerade erfolglose dabei erwischt wurden.

Dass viele Verlage seit Jahren wohlfeile Rezensionen für »ihre« Autoren in Auftrag geben, wird in diesem Zusammenhang natürlich verschwiegen. Andernfalls müsste sonst das gesamte Bewertungs- und Rezensionsunwesen auf Amazon und Co., aber auch in den Feuilletons vieler Medien infrage gestellt werden.

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Sarkowicz’ und Mentzers Lexikon »Schriftsteller im Nationalsozialismus« in einer Neuauflage erschienen

Eine Rezension über eine Rezension schreiben? Eigentlich halte ich davon überhaupt nichts. Aber jede Regel, sei sie auch noch so gut begründet, kann und muss der Mensch mal brechen. »Lexikon und Gedächtnis. Am 10. Mai 1933 brannten Bücher« ist eine der Rezensionen, die ich nicht unkommentiert lassen möchte.

In 22 deutschen Hochschulstädten verbrannten die Nazis am Abend des 10. Mai 1933 die Bücher von über 300 Schriftstellern, darunter die Werke von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Heinrich und Klaus Mann, Erich Maria Remarque, Heinrich Heine, Frank Wedekind, Carl Zuckmayer, Bertolt Brecht, Irmgard Keun, Egon Erwin Kisch, Joachim Ringelnatz und Lion Feuchtwanger. Weitere Bücherverbrennungen folgten in den kommenden Wochen noch in mehr als 60 Städten.

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