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Der neue Trend: die Zweitrezension

Endlich ist das Buch fertig. Der Versuch, einen Verlag zu finden, ist zeitraubend oder wurde von keinem Erfolg gekrönt. Was bleibt also anderes übrig, als es selbst über einen Book-on-Demand-Dienstleister zu veröffentlichen? Die einzige – und leider auch größte – Herausforderung, vor der die hoffnungsvolle Autorin oder der hoffnungsvolle Autor dann noch stehen, ist die Frage, wie das Buch unter das Volk gebracht werden kann.

Die Lösung scheint sehr nahe zu liegen: Das Buch muss bei Amazon mit möglichst vielen Fünf-Sterne-Bewertungen glänzen. Leider ist das alles andere als leicht. Erst einmal müssen Bücher gekauft und gelesen werden, damit vielleicht einmal jemand eine Rezension schreibt. Für eine unbekannte Autorin oder einen unbekannten Autor ist der Weg dahin allerdings weit.

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Das endgültige Ende von Mobipocket ist eingeleitet

Wirklich überraschend kam die Meldung nicht, dass Mobipocket sich aus dem Ebook-Geschäft zurückzieht und seinen Ebook-Shop schließt. Als die französische Mobipocket SA im Jahr 2000 an den Start ging, entwickelte sich ihr Mobipocket-Format schnell zu einem der führenden Ebook-Formate. Entsprechend rasant entwickelte sich ebenfalls das eigene Ebook-Angebot.

Doch anstatt auf die eigenen Kräfte zu vertrauen, wurde auf Amazon als starken Partner gesetzt und das Unternehmen Mobipocket 2005 an Amazon verkauft. Nur scheinbar ging es mit Mobipocket weiter aufwärts, tatsächlich setzte bald der Niedergang ein. Während das konkurrierende Epub-Format ständig weiterentwickelt wurde, tat sich beim sehr viel einfacher gehaltenen Mobipocket-Format nichts mehr. Dass es auf dem Ebook-Markt trotzdem immer noch eine große Rolle spielt, hat es nur Amazon zu verdanken, denn Amazon setzte bis vor kurzem auf das proprietäre Mobipocket-Format. Als einziger Ebook-Reader kann der Kindle keine Ebooks im Epub-Format anzeigen.

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Amazon setzt bei Ebooks mit KF8 auch zukünftig auf eigenes Dateiformat

Schade. Statt seine Entwicklungskapazitäten in die Weiterentwicklung des offenen Epub-Formates einzubringen, hat sich Amazon mit dem Kindle Format 8 (KF8) für die Entwicklung eines eigenen Ebook-Formats entschieden. Das einzige Positive an dieser Entscheidung ist, dass damit endlich das veraltete Mobi-Format zu Grabe getragen wird.

KF8 basiert wie das aktuelle Epub 3.0 auf HTML 5 und CSS 3. Damit können auch Ebooks für den Kindle endlich mit floatenden Elementen versehen werden und lassen sich auch in Kindle-Ebooks endlich Schriften einbetten. Zusammen mit zahlreichen weiteren Neuerungen erhalten Autoren und Verlage damit wesentlich bessere Möglichkeiten, ihre Ebooks für den Kindle zu gestalten.

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EU überlegt gesetzliche Reglementierung der Ebook-Formate

Fast könnte einem EU-Kommissarin Neelie Kroes leid tun: Tagtäglich im Büro zu sitzen und nicht zu wissen, wie sich die Zeit herumbringen lässt, kann nicht nur auf das Gemüt schlagen, sondern auch schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen. Welcher Mensch verträgt es schon, derart überflüssig zu sein.

Neelie Kroes jedenfalls nicht. Deshalb hat sie sich überlegt, dass die EU wieder einmal irgendwo regulierend eingreifen müsse. Und so verkündete sie auf der Frankfurter Buchmesse, dass »wir« darüber nachdenken müssten, regulierend in den Ebook-Markt einzugreifen. Konkret geht es ihr um die Ebook-Dateiformate. Egal bei welchem Anbieter ein Leser sein Ebook kaufe, es müsse auf jedem Anzeigegerät gelesen werden können, forderte sie.

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Amazon bald mit eigenem Tablet-Computer?

Amazon will im Oktober mit einem eigenen Tablet-Computer auf den Markt kommen, wie es in einem Bericht des Walll Street Journal heißt. Eine offizielle Ankündigung gebe es zwar noch nicht, aber Andeutungen von CEO Jeff Bezos ließen diesen Schluss zu.

Völlig überraschend kommt diese Meldung allerdings nicht. Während sich Amazon bei elektronischen Büchern zu einem der größten Anbietern in den USA und Europa entwickelt hat, deckt der Kindl als Ebook-Reader nur einen Teil dieses Marktes ab. Auch wenn derzeit noch mehr Ebooks auf Ereadern als auf Tablet-Computer gelesen werden, mit dem iPad hat sich Apple auf dem Markt der digitalen Bücher in den vergangenen Monaten einen beträchtlichen Anteil gesichert.

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