Archiv der Kategorie: Digitale Buchwelt

»E-Books sind kopiergeschützt« – behauptet jedenfalls die WISO-Redaktion

»Die Technik funktioniert solide«, resümierte der WISO-Tipp »E-Books« des ZDF – der Beitrag war es nicht.

Auch wenn viele Verlage es gerne so hätten: Die in der Sendung aufgestellte Behauptung, »E-Books sind kopiergeschützt, können nicht einfach so weiterverliehen werden weitergereicht werden«, ist mehr der Phantasie der Redaktion entsprungen als dass sie die Wirklichkeit wiedergibt.

Dabei hob die Sendung selbst hervor, dass es viele Bücher kostenlos gibt, »etwa Klassiker, deren Urheberrechte abgelaufen sind.«

Was sonst noch an Informationen geboten wurde, war nicht falsch, aber doch äußerst dürftig. Im Vordergrund stand die Story um eine Lehrerin, die mit einigen Zahlen zum E-Book-Boom und einen wenigen praktischen Informationen für die Zuschauer garniert wurde.

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Ein gelungener Wegweiser zu E-Books und gedruckte Bücher rezensierende Blogs

Immer mehr Autoren und Autorinnen publizieren unabhängig von Verlagen – und stehen damit vor dem Problem, ihre Werke selbst bekannt machen zu müssen. Eine Möglichkeit stellen Rezensionen in Blogs dar. Besonders für E-Books bleiben sie häufig sogar die einzige Möglichkeit. Bloß wie findet man als Autor oder Autorin geeignete Blogs?

An diesem Punkt setzt »Wer rezensiert mein E-Book. Blog-Wegweiser für Indie-Autoren (und ihre Leser)« an, das der Journalist und Schriftsteller Sebastian Brück herausgegeben hat – selbstverständlich als Ebook und unabhängig von einem Verlag.

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Auch die Wissenschaften werden ihren Widerstand gegen Ebooks aufgeben müssen

Gerade lese ich wieder im Internet, dass Ebooks im Epub- und Kindle-Format nicht zitierfähig seien. Der Grund sei, dass sich das Seitenlayout dieser Ebooks flexibel an die Bildschirmgröße anpassten und die Leser zudem auch noch Schriftart und Schriftgröße selbst bestimmen könnten. Damit gebe es aber kein festes Seitenlayout mehr. Aussagen wie »siehe Seite 73« seien deshalb nicht mehr möglich.

Tatsächlich stellt das flexible Seitenlayout von Ebooks im Epub- und Kindle-Format derzeit Wissenschaftler, Sachbuchautoren und Fachverlage noch vor Probleme. Die Ursache sind aber nicht die fehlenden verbindlichen Seitenzahlen. Dass aus gedruckten Büchern grundsätzlich nur mit Seitenangaben zitiert wird, hat lediglich den ganz praktischen Grund, dass sich Zitate sonst nur mit ganz erheblichem Arbeitsaufwand überprüfen ließen.

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Ebooks zwischen Geiz-ist-geil-Verramsche und So-teuer-wie-Print-Abzocke

Fast 23 Prozent der Bundesbürger haben in den vergangenen sechs Monaten mindestens ein Ebook gelesen. Zu diesem Ergebnis ist kürzlich jedenfalls das gemeinsam von der Universität Hamburg und dem Hans-Bredow-Institut betriebene Research Center for Media and Communication gekommen.

Hat das Ebook also bereits seinen Durchbruch geschafft?

Schauen wir uns die Befragung also genauer an. Das mit Abstand beliebteste Format war das PDF-Format – obwohl bei den großen Distributoren wie Amazon und Apple dieses Format keine Rolle spielt. Betrachtet man dann noch den Anteil der Bundesbürger, die nicht nur mindestens ein Ebook gelesen, sondern auch mindestens ein Ebook gekauft haben, wird einiges deutlich. Mindestens ein Ebook gekauft haben nur 14 Prozent der Bundesbürger.

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Fair-pay-Aktion des Berlin-Story-Verlages scheitert an der Buchpreisbindung

Die Idee war gut, die Umsetzung allerdings erfolgte reichlich blauäugig. Unter der Überschrift »Was ist euch dieses Buch wert?« hatte der Berlin-Story-Verlag das Ebook »Der Letzte macht das Licht aus …« in einer Fair-pay-Aktion angeboten, in der die Kunden selbst entscheiden, ob und wieviel sie bezahlen wollen.

Doch über diese nette Idee wurden offenbar ganz das Buchpreisbindungsgesetzt vergessen. Prompt wurde der Verlag von einem Anwalt aufgefordert, dieses Experiment zu beenden, weil es im Widerspruch zu Paragraph 5 des Buchpreisbindungsgesetzes stehe.

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