Archiv der Kategorie: Allgemein

Martin Amstutz’ »Wochenblätter« in der Galerie Eremitage

Auf den ersten Blick könnte man denken, es handele sich tatsächlich um die Titelseiten einer Zeitung. Immerhin prangt auf ihnen in großen Lettern gedruckt »Wochenblatt«. Tritt man näher, liest man Nummern wie 103, 124, 135, 166, 234, 276, 311, 471, 585 oder 655, die auf eine traditionsreiche Wochenzeitung hindeuten. Selbst ein ausführliches Impressum fehlt nicht.

Eines allerdings lässt einen bald stutzig zu werden: Für eine Zeitung sehen viele Titelseiten viel zu experimentell aus. Da gibt es nicht nur Schlagzeilen, Berichte und kurze Meldungen, sondern mitten über den Text ist beispielsweise fett »13 Stühle«, »Rudovous – Käptn Rotbart reitet wieder«, »13. Februar folgt grüner Katze zum Glück« oder »Plan P läuft« gedruckt. Oft sind die Aufdrucke auch in anderen Sprachen: tschechisch, russisch, englisch.

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Mit Werner Klemke wurde in Berlin endlich einer der international bedeutendsten Buchillustratoren geehrt

»Er war einer der berühmtesten Buchillustratoren der DDR von internationaler Bedeutung«, heißt es in leicht verschwurbelter Sprache auf der Gedenktafel am Haus Tassostraße 21 in Berlin-Weißensee. Die Ehre gilt Werner Klemke, der hier von 1954 bis zu seinem Tode 1994 gelebt hat. Am 12. März 2017 wäre er einhundert geworden.

Das erste Mal kam ich mit seinen Zeichnungen in Berührung, als mir meine Eltern Benno Pludras wunderbares Kinderbuch »Bootsmann auf der Scholle« schenkten. Natürlich wusste ich damals nicht, dass der Einband und die Illustrationen im Buchblock von Klemke stammten, doch hinterließen sie einen bleibenden Eindruck. Bis heute steht dieses Büchlein in meinem Bücherschrank. Leider irgendwann verloren gegangen ist dagegen Fred Rodrians Kinderbuch »Hirsch Heinrich« mit den nicht weniger eindrucksvollen Illustrationen Klemkes.

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Berliner Museum für Kommunikation zeigt Ausstellung über den Goldenen Schnitt

Um 300 v.u.Z. verfasste der griechische Mathematiker Euklids sein berühmtes Werk »Elemente«, in dem er unter anderem die früheste Beschreibung des Goldenen Schnitts liefert. Entdeckt hat allerdings nicht er ihn. Manche Wissenschaftler schreiben diese dem griechischen Mathematiker Hippasos von Metapont zu, andere dem ebenfalls griechischen Mathematiker Eudoxos von Knidos.

Doch was ist unter dem Goldenen Schnitt zu verstehen? Eigentlich ist es ganz einfach: Wird eine Strecke so geteilt, dass der kürzere Teil zum längeren im gleichen Verhältnis steht wie der längere Teil zur Gesamtstrecke, wird vom Goldenen Schnitt gesprochen. Oder in Zahlen ausgedrückt: Die kürzere Strecke steht zur längeren bzw. die längere zur Gesamtstrecke in einem Verhältnis von 1:1,618.

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Im »Kleinen Lexikon des Buchwesens und der Einbandkunde« geschmökert

Wissen Sie, was eine Abbreviatur ist? Eine Ausgabe letzter Hand? Was unter Brotschrift zu verstehen ist? Unter Pressendrucke? Was sich hinter einem Privatdruck verbirgt? Was eine Marginalie ist und was eine Annotation? Nein? Das »Buchwörterbuch«, auf das ich dieser Tage bei Recherchen für ein neues Projekt gestoßen bin, verrät es.

Um es gleich vorweg zu nehmen, auch ich habe aus den inzwischen auf 216 Stichworte angewachsenem »Kleinen Lexikon des Buchwesens und der Einbandkunde« noch viel Neues entnommen. Und das, obwohl ich mich seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftige.

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Bald zwei Jahrzehnte wurde in Moskau um ein Denkmal für Michail Bulgakow gestritten

Moskau bekommt endlich ein Bulgakow-Denkmal. Oder genauer gesagt: sein erstes, das jederzeit öffentlich zugänglich ist. Das erste Denkmal überhaupt steht im Bulgakow-Museum in der Bolschaja Sadowaja ulica 10, wo Michail Bulgakow von 1921 bis 1924 mit seiner ersten Frau Tatjana Nikolajewna Lappa gelebt hat. Das neue dagegen an der Bolschaja Pirogowskaja ulica neben dem Haus, in dem Bulgakow ab 1924 mit seiner zweiten Frau Ljubow Jewgenjewna Beloserskaja gelebt hat.

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