Berliner Museum für Kommunikation zeigt Ausstellung über den Goldenen Schnitt

Um 300 v.u.Z. verfasste der griechische Mathematiker Euklids sein berühmtes Werk »Elemente«, in dem er unter anderem die früheste Beschreibung des Goldenen Schnitts liefert. Entdeckt hat allerdings nicht er ihn. Manche Wissenschaftler schreiben diese dem griechischen Mathematiker Hippasos von Metapont zu, andere dem ebenfalls griechischen Mathematiker Eudoxos von Knidos.

Doch was ist unter dem Goldenen Schnitt zu verstehen? Eigentlich ist es ganz einfach: Wird eine Strecke so geteilt, dass der kürzere Teil zum längeren im gleichen Verhältnis steht wie der längere Teil zur Gesamtstrecke, wird vom Goldenen Schnitt gesprochen. Oder in Zahlen ausgedrückt: Die kürzere Strecke steht zur längeren bzw. die längere zur Gesamtstrecke in einem Verhältnis von 1:1,618.

Bis in das 19. Jahrhundert blieb der Goldene Schnitt ein Thema vor allem der Mathematiker. Das änderte sich erst, als der Philologe und Philosoph Adolf Zeising 1854 seine Schrift »Neue Lehre von den Proportionen des menschlichen Körpers« veröffentlichte, in der er den Goldenen Schnitt als allgemeines Gestaltungsgesetz in der Natur, Kunst und Architektur nachzuweisen versuchte. Aus dem mathematischen Konstrukt wurde eine Weltformel für Schönheit und Ästhetik. Überall in der Natur, in der Malerei, in der Architektur, in der Musik, versuchte man ihn jetzt nachzuweisen.

Eine kleine Ausstellung im Museum für Kommunikation in Berlin setzt sich mit diesem Thema auseinander. Zu sehen ist die Ausstellung »Göttlich Golden Genial. Weltformel Goldener Schnitt?« noch bis zum 26. Februar 2017.

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