Mit der Lesung von »Das steinerne Herz« endete in Berlin eine sehr sehenswerte Ausstellung über Arno Schmidt

Es war eine gigantische Lesung, mit der die sehr informative Ausstellung »Arno Schmidt – Eine Ausstellung in 100 Stationen« am 9. Januar 2015 in der Berliner Akademie der Künste abgeschlossen wurde. Acht Stunden dauerte es, bis Jan Philipp Reemtsma gegen 23 Uhr Schmidts Roman »Das steinerne Herz« zuklappen konnte.

Jeweils rund 20 Minuten hatten zuvor Reemtsma, Kerstin Hensel, Friedrich Dieckmann, Friedrich Christian Delius, Jutta Brückner, Enno Poppe, Kathrin Röggla, Uwe Timm, Reinhard Jirgl, Katja Lange-Müller, Ingo Schulze sowie weitere Autorinnen und Autoren aus dem Roman vorgelesen.

Ob es wirklich Zuhörer gab, die sich den ganzen Roman angehört haben, weiß ich nicht. Viele lauschten jedoch mehreren Vortragenden hintereinander. Meine Konzentration ließ jedenfalls nach einer Stunde so rapide nach, dass ich den Roman endlich einmal selbst lesen werde. Der große Vorteil des Selberlesens ist zudem, dass sich die Eigenheiten seiner Prosa erst dann voll erfassen lassen. Dazu gehören auch seine sehr eigenwillige Orthographie und Interpunktion.

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