Lesenswert: Matthias Gerschwitz’ Biographie über eine der ältesten Berliner Kneipen

Die Gaststätte »Wilhelm Hoeck« in Charlottenburg ist eine Legende. Selbst in einige Berlin-Reiseführer hat es eine der ältesten erhaltenen Berliner Kneipen geschafft. Nur für ein eigenes Buch hat es erstaunlicherweise lange Zeit nicht gereicht. Mit »Molle und Medaille. Wilhelm Hoeck 1892: Eine Alt-Berliner Kneipe zwischen Zille und Olympia« hat der Wahlberliner Matthias Gerschwitz es nun vorgelegt.

Locker und humorvoll, zugleich aber auch fundiert und detailreich erzählt er die Geschichte dieser Alt-Berliner Kneipe von 1892 bis heute. Natürlich geht es dabei ganz viel um Bier, Schnaps und Likör, aber ebenso um Familienfehden und Erbstreitigkeiten, die jeder Fernsehserie Ehre machen würden. Dazu gehört genauso auch Horst Hoeck, der 1932 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles im Vierer mit Steuermann saß und eine Goldmedaille gewann. Die Urkunde kann noch heute in der Kneipe bewundert werden.

Es ist eine bunte Mischung aus Anekdoten und historischen Fakten, die den Leser auf eine abwechslungsreiche Zeitreise mitnehmen. Reproduktionen alter Fotos, Schaufensteraufsteller und Anzeigen vermitteln einen auch optischen Eindruck vom alten Berlin und seiner Kneipenkultur.

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