Poetisch-lyrische Kunstwerke voller Anmut von Maryanne Becker

Es ist eine gelungene Mischung aus heiteren über nachdenkliche bis zu traurigen Texten, die Maryanne Becker unter dem Titel »Wie eine Feder im Wind« vorgelegt hat. Es sind Geschichten und Gedichte voller Sanftheit und doch auch Eindringlichkeit: Die Geschichte über die junge Jüdin, die 1935 auf Bornholm der Liebe begegnet und so als Einzige ihrer Familie den Holocaust überlebt – entwurzelt und in der Malerei ihren Trost findend. Die Geschichte von Maria, die im Dorf nur »das Mia« genannt wird. Oder der Autorin, die plötzlich nur noch gregorianische Gesänge statt menschliche Stimmen hört.

Noch stärker verdichtet als die Geschichten sind die durchgängig reimlos geschriebenen Gedichte. Gedichte über den alltäglichen Wahnsinn, über die Trauer, aber ebenso über die vielen glücklichen Momente, die Leichtigkeit der Feder im Wind. Auch sie in einer poetisch-lyrischen Sprache verfasst, präzise und doch nicht die Fantasie einschränkend.

Zu den Geschichten und Gedichten passend die Gedankenbilder von Peter Strobel, eine poetische Umschreibung der Aphorismen, die das Bändchen bereichern: Fotografien, die durch die zugeordneten Texte neue Gedankendimensionen erschließen.

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