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Monatsarchive: August 2012
Von der deutschen Sprache und Literatur hielt Friedrich der Große nur wenig
Der Titel hörte sich gut an: »Friedrich der Große. Verehrt – Verklärt – Verdammt«. Wäre die Ausstellung zum 300. Geburtstag von König Friedrich II. von Preußen nicht im Deutschen Historischen Museum gezeugt worden, hätte ich sie schon lange besucht gehabt. Doch im einstigen Museum für deutsche Geschichte wurde die Geschichtsklitterung der DDR allzu sichtbar durch die Geschichtsklitterung der BRD abgelöst. So besuchte ich sie erst am letzten Öffnungstag.
»Verehrt – Verklärt – Verdammt« versprach eine umfassende Betrachtung. Tatsächlich hätte sie besser »Friedrich der Große. Verehren – Verklären« heißen sollen. Abgesehen von dem reißerischen »Verdammt«, wurde die Kritik an Friedrich II. nur ganz am Rande abgehandelt.
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Die Welt macht aus Lothar Matthäus einen "Sky”-Experten
Ob Lothar Matthäus tatsächlich ein »"Sky”-Experte« ist, vermag ich nicht zu sagen, ziemlich sicher bin ich mir jedoch, dass es mit den Deutsch- und Typographie-Kenntnissen bei der Welt nicht zum Besten bestellt ist. Anders lässt sich der online publizierte Artikel »Matthäus bei "Sky”-Debüt souverän, aber zu zaghaft« jedenfalls nicht erklären.
Auch wenn Matthäus in dem Artikel ein »Job als "Sky”-Experte« zugeschrieben wird, seine Aufgabe bei dem Bezahlsender Sky ist es, als Fußball-Experte aufzutreten, denn Fußballspielen kann er zweifellos. Ob er sein fußballerisches Wissen und Können den Zuschauern nahebringen kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt und braucht hier nicht zu interessieren.
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Eine Brandenburger Schule mag für ihre Schüler kein Vorbild sein
Niemand ist fehlerfrei. Auch nicht Lehrer. Dass auf den Fluchtplänen an der Dallgower Grundschule am Wasserturm das schlichte Wort »Maßnahmen« zu einem »MASZNAHMEN« mutiert war, löste bei ihnen jedenfalls keinen öffentlichen Widerspruch aus. Den Großeltern eines Schülers allerdings fiel der Fehler auf, wie die Märkische Allgemeine berichtete.
Statt den Fehler ganz unbürokratisch zu korrigieren, stellte sich die Schule allerdings taub. Schließlich gibt es an einer Schule Wichtigeres als die Korrektur von Rechtschreibfehlern. So wurde von den Großeltern der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck eingeschaltet, der wiederum das brandenburgische Bildungsministerium mit der Klärung des Streites beauftragte.
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Aus dem Leseland Bulgarien ist seit dem Ende des Sozialismus ein Nichtleseland geworden
Nur in wenigen Ländern erfreuen sich Bücher einer noch geringeren Beliebtheit als in Bulgarien. Pro Einwohner sind im vergangenen Jahr nicht einmal mehr zwei Bücher verkauft worden, berichteten dieser Tage die Medien des Landes. Damit wurden so wenig Bücher verkauft wie seit sechzig Jahren nicht mehr. Zu den besten Zeiten waren es über zehn Bücher.
Begonnen hat der Niedergang der Lesekultur mit dem Ende des Sozialismus. Während Politiker und Autoren über die neu gewonnene Freiheit jubelten und vor allem Buchtitel aus dem englischsprachigen Raum den Buchmarkt überfluteten, hatten die meisten Bulgaren plötzlich ganz andere Sorgen.
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Olympische Medaillen für Schriftsteller und Dichter
Als 1894 das Internationale Olympische Komitee gegründet wurde, hatte der Pädagoge und Historiker Pierre de Coubertin einen ersten Erfolg errungen. Doch er wollte nicht nur die Besten aus dem Sport in friedlichen Wettkämpfen zusammenführen, sondern auch Kunst und Sport zusammenbringen. 1912 konnte er seinen zweiten großen Erfolg verbuchen: Auch wenn sich nur 35 Künstler an den Wettbewerben beteiligten, war damit doch ein Anfang gemacht.
Vergeben wurden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen in verschiedenen künstlerischen Disziplinen, die wiederholt wechselten, jedoch immer die Literatur, bildende Kunst, Musik und Baukunst umfassten. Im Folgenden sollen jedoch, diesem Blog entsprechend, ausschließlich die Medaillenvergabe in der Literatur betrachtet werden.
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