Twitter-Lyrik 2 mit einigen sehr schönen Perlen

Nun liegen auch die zum zweiten Twitterlyrik-Wettbewerbs eingereichten Gedichte in Buchform und als kostenlos herunterladbare PDF-Datei vor. Kein Text ist länger als 140 Zeichen ― die maximal mögliche Zeichenzahl einer Twitter-Nachricht.

Schon im vergangenen Jahr resümierten die Herausgeber, dass »die Zahl der guten oder zumindest der ›etwas besseren‹ Gedichte gering« war. Daran hat sich im zweiten Jahrgang nichts geändert. Die Perlen sind auch in »Twitter-Lyrik 2« sehr rar. Den 60 besten Gedichte spendieren die Veranstalter und Herausgeber Books on Demand und Literatur-Café auch diesmal wieder jeweils eine eigene Seite. Im Einzelfall mag man ihre Entscheidung nicht teilen mögen, aber grundsätzlich hätte sich meine Auswahl nicht wesentlich unterschieden.

Besonders trifft dies für »An der Trauerweide rütteln« von Simone Kremsberger zu. Eigentlich wollte ich hier mit dem Satz enden: »Vergleicht man ihr Gedicht mit den anderen, konnte die Entscheidung kaum anders ausfallen.« Gerade noch rechtzeitig fällt mir auf, dass dies allzu leicht missverstanden werden kann. Nein, »An der Trauerweide rütteln« ist nicht das beste unter vielen mittelmäßigen Gedichten, sondern eine wirklich gelungene ― weil bildreiche und metrisch saubere ― Kurzlyrik.

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